Kerpener Kartbahn muss bleiben! – Legendäre  Kartbahn soll der Braunkohle zum Opfer fallen  ohne Chance auf Relokalisierung

Kerpener Kartbahn muss bleiben! – Legendäre Kartbahn soll der Braunkohle zum Opfer fallen ohne Chance auf Relokalisierung

Der Erftlandring am Rande von Alt-Manheim hat eine traditionsreiche Geschichte hinter sich. Sowohl Michael und Ralf Schumacher, als auch Sebastian Vettel, lernten hier das Kartfahren kennen und lieben. Nun soll die Kartbahn abgerissen werden um Platz zu machen für weiteren Braunkohle Abbau.

Laut des Artikels auf der Webseite des Express vom 30.09.2016 lehnt die Stadt Kerpen stringent jeden Vorschlag zur Relokalisierung der Kartbahn ab. Dies geht nun schon so weit, dass RWE keine weiteren Vorschläge mehr machen möchte. Der Stadt sei wichtiger, dass durch das Wegfallen der Kartbahn ja auch die Lärmbelästigung sinkt. Also ist es momentan ausgeschlossen, dass die Kartbahn in Kerpen einen neuen Platz findet, man könne ja im Bezirk mal anfragen.

Genau dies muss mit aller Kraft verhindert werden! Der Erftlandring ist eine Institution rund um Kerpen und hat Kerpen auch außerhalb der Stadtgrenzen zu Berühmtheit verholfen. Wenn man Leute von „außerhalb“ zu unserer Stadt befragt weiß kaum einer wo Kerpen liegt. Jedoch kommt meistens, wie aus der Pistole geschossen, die Frage: „Kommt da nicht Michael Schumacher her?“. „Schumi“ gehört zur Prominenz in Kerpen, und Kerpen ist prominent dank Schumi. Nun, beide Schumacher Brüder hätten jedoch heute keine erfolgreiche Karriere auf die sie zurückblicken können, wenn der Kartclub Kerpen sie nicht auf dem Erftlandring in jungen Jahren gefördert hätte.

Genau diese Förderung junger Menschen nimmt der Club auch heute noch sehr ernst. In ihrer Kartschule führen sie Kinder ab 7 Jahren an den Rennsport ran. Vom Fahren aus reinem Spaß, bis zur Profi-Karriere, alles realisiert der Kartclub. Für viele Kerpener Kinder würde also ihr heißgeliebtes Hobby wegfallen, wenn der Erftlandring keinen neuen Standort kriegt. Aber die Lärmbelästigung die durch die Kartstrecke entsteht sieht die Stadt ja anscheinend als größeres Problem an. Jeder der schon mal am Erftlandring vorbei gefahren ist weiß, dass am momentanen Standort kaum Lärmbelästigung auftreten kann, da niemand zum Belästigen da ist bzw. da wohnt. Und jeder der schon mal durch das Kerpener Stadtgebiet gefahren ist weiß ebenfalls, dass es genügend Plätze gäbe die genauso abgelegen sind wie der momentane, wo also ebenfalls Lärmbelästigung kein Problem wäre. So ist beispielsweise ein Standort bei Kerpen-Blatzheim im Gespräch, der auch aus Lärmschutzgesichtspunkten unbedenklich ist.

Nun, muss man sich fragen: Für wen will die Stadt attraktiv sein? Für junge Familien, deren Kinder hier die Chance haben ein außergewöhnliches Hobby, im legendären Club des Formel 1 Weltmeisters Michael Schumacher, auszuleben oder für Frösche und Vögel die sich Ruhe und Frieden wünschen? Wir setzen uns für den Erhalt oder Neubau der Club-Kartbahn politisch in Partei und Rat ein!

9 Antworten

  1. Ferling Reiner
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    Guten Morgen,

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
    Sehr guter Artikel, den ich an die Verantwortlichen der Kartbahn weiterleiten werde.

    Ich bin der 1. Vorsitzende des Michael Schumacher Fan Club Kerpen e.V.
    Wir und der Sebastian Vettel Fan Club aus Heppenheim werden die Kartbahn bei ihren Aktionen unterstützen.

    Es kann nicht sein, dass Michaels Erbe in der Geschichte der Stadt verschwindet. Wir werden uns dafür einsetzen und freuen uns auf Ihre Unterstützung. Der Artikel im Express ist auf unsere Initiative erschienen.

    Der Aufruf der Kartbahn wurde bis gestern über 3000 mal gelikt und Hunderte Mal geteilt, ich selbst bin von Fans aus Frankreich angeschrieben worden.
    Wir erreichen auf unseren Facebook Seiten ca. 3200 Fans, dazu kommt unsere Homepage. Dort werden wir die Fans weiter auf dem Laufenden halten.
    Aktionen, die vielleicht geplant werden, erreichen so viele Fans.

    Reiner Ferling

  2. Racing
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    Das die kartbahn ersatzlos wegfallen soll ist eine Frechheit! Es wird sich immer darum bemüht der jugend eine Perspektive zum Alltag und dem rumlungern auf der Straße zu geben!

    Doch anscheinend nicht „mehr“ in neu Kerpen……
    Stattdessen wird ein anlaufpunkt in toller Atmosphäre einfach nieder gemacht…..

    Wenn es um Fußball ginge würden die meisten aktiv werden! Aber ist es denn richtig wenn es um einen Jugend bis teenie Bereich geht wo ich schätze mal 100 Jugendliche aktiv gefördert werden, diesen einfach so kaputt zu machen wegen RWE und Braunkohle ?

    Lehre deinen Kindern die liebe zu Autos und Motorsport und sie werden nie Zeit und Geld für Drogen und Alkohol finden !

    Lieben Gruß Daniel

  3. Andreas Stier
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    Es kann nicht sein, dass so eine traditionsreiche Rennstrecke einfach verschwinden soll. Michael und Ralf Schumacher und ihre Familien haben den Motorsport und vor allem die Formel 1 doch erst wieder ins Bewußtsein der Deutschen gerückt und das mit unglaublichen Erfolgen. Auch die Karriere von Sebastian Vettel wäre ohne die „Kerpener Förderung“ so nicht möglich gewesen.
    Aber Politiker können das ja nicht wissen, weil sie daran nicht beteiligt waren.

  4. Racing Kart
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    Auf der einen Seite finde ich die Aktionen um die Kartbahn gut, Eine verschwindet und Ersatzbahnen werden nicht gebaut. Und dieses Jahr sind es gleich drei an der Zahl (Kerpen (Bagger), Garching (BMW) und Hahn). Andererseits frage ich mich, warum jetzt überall, fünf Minuten vor Zwölf, dieser Aktionismus um die Kartbahn in Kerpen auftaucht. Dass der Bagger kommt war spätestens beim Aufschluß des Tagebaus im Jahre 1978! klar. Sogar der Zeitpunkt wurde definiert auf Schautafeln der Grube vorhergesagt. Warum wurde von den Verantwortlichen in Kerpen nicht schon viel früher darauf reagiert und neue Gelände gesucht und Verträge geschlossen? Aussitzenn eines Problems? Sehenden Auges in den Abgrund? Es ist nicht davon auszugehen, dass der Bagger vor Kerpen stehenbleibt.

    Dass die Verantwortlichen der Stadt Kerpen jetzt aber auch kein Ersatzgrundstück stellen wollen passt in mein Bild der Kleinstadt Kerpen.

  5. Brm racing
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    Kartbahn muss bleiben

  6. KWM kart racing team
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    Surely this karting track should not be closed. Lot’s of races and tons of people that will lost this circuit.

  7. Wolfgang
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    Wie wäre es mit einer Demo? Ich zu jeder Gelegenheit dort. Es würde etwas fehlen. Wie kann man als Stadt nur so verbohrt sein. Erst sich schmücken mit Schumi und dann alles Mist. Oh Mann.

  8. Michael Blosze
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    In erster Linie ist es wichtig das die kartbahn erhalten bleibt ! Ob dort oder in akzeptableren Entfernung .
    Hier möchte ich doch all die vielen Prominenten Fahrer die einst hier ihr Grundstein für ihr Leben erfahren haben aufrufen , schließt Euch zusammen und bekennt Euch zu dem Problem und ändert den Zustand ! Ich blicke zurück und erkenne wieviel der Kartclub und im besonderen die Bahn ein tägliches Zuhause war, die einem aufs neue in die Gedanken fährt wenn man an Sie denkt oder an ihr vorbei fährt. Michael, Sebastian, Ralf, Nick, Harald, und so viele mehr die heute so bekannt sind. Macht was ! Steht auf und stellt euch zusammen ! Die Medien werden es aufnehmen und die Politik einknicken ! Auf Jungs …….. Das soll nicht die letzte Runde gewesen sein ! Euer PB Punch B.

  9. Peter Melcher
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    Habe den Bericht in der Express „Schumis Kart Club“ vor dem Aus gelesen.
    Ich bin jetzt 60 Jahre alt und fuhr seit 35 Jahren mehrmals im Jahr zur Kartbahn nach Kerpen-Manheim.
    Aber was da im Moment abgeht ist eine riesige Sauerei, für alles ist Geld da, nur nicht für eine solche Nachwuchsförderung.
    RWE sollte sich was schämen, nehmen Ihnen das Gelände der alten Kartbahn weg und entziehen sich der Pflicht für Ersatz.
    Habe gelesen dass Sie ein neues Gelände suchen, aber eine Idee wäre, das Gelände des ausgekohlten und rekultivierten „ sogenannten Fortuna Graben „ zwischen Bedburg und der Abfahrt Richtung Bedburg-Rath.
    Das wäre ein passendes Gelände, weil dort auch kein Wohngebiet vorhanden ist (keine Lärmbelästigung) und das Beste ist, der
    Autobahnanschluss Bedburg in ca. 6 km Entfernung.
    Hoffe ich konnte Ihnen mit meiner Idee, ein wenig helfen und wünsche Ihnen Viel Glück in dem weiteren Vorgehen.
    Halte Ihnen auf jedenfall die Daumen, dass es irgendwie weiter geht.
    Gruss
    Peter Melcher