Wahl-O-Mat: CDU und SPD verweigern Teilnahme in Mecklenburg Vorpommern

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Der Wahl-O-Mat ist eine Online-Plattform, erstellt von der BPB, der Bundeszentrale für politische Bildung. Hier können politisch Interessierte die Positionen der einzelnen Parteien zu 38 Fragen, aus dem aktuellen politischen Geschehen, mit ihren eigenen politischen Ansichten abgleichen, oder die Parteien zu bestimmten Themen untereinander vergleichen. Genau dem entziehen sich in Mecklenburg-Vorpommern nun SPD und CDU.

„Der Wahl-O-Mat reduziert komplexe Fragestellungen der Politik auf einfache Antworten und ist daher als ein Instrument der politischen Entscheidungshilfe ungeeignet“, argumentiert SPD-Landesgeschäftsführer Marcus Unbenannt.

Dem SPD Mann zufolge ist es also besser, keine Informationen zu geben, als auf das wesentliche reduzierte. Natürlich lassen sich keine politischen Diskussionen mit komprimierten Fragen und „Ja“ oder „Nein“ Antworten führen. Es geht vielmehr darum, sich und die eigene Position im politischen Wirrwarr wiederzufinden, oder Neugierde zu bestimmten Themen zu wecken.

Wir halten dieses Vorgehen der Desinformation der beiden großen Volksparteien jedoch für grob fahrlässig. Gerade jungen Menschen bietet der Wahl-O-Mat die wichtige Möglichkeit zur Information und Integration in das politische Geschehen. Es kann und darf nicht sein, dass diese Option der transparenten Vergleichbarkeit aus Angst vor Wählerschwund boykottiert wird.

Die traurige Konsequenz daraus ist nun, dass es keinen Wahl-O-Mat in Mecklenburg Vorpommern geben wird. Die BPB ist der Ansicht, dass ohne die beiden großen Parteien ein Wahl-O-Mat keine Aussagekraft hat und daher nicht sinnvoll ist. Sehr Schade!

Die Jungen Liberalen in Kerpen möchten ausdrücklich jeden dazu ermutigen dieses Mittel der politischen Orientierung zu nutzen!